Christus ist auferstanden – der Krieg im Mittleren Osten leider auch

Die JLSS im Libanon ist von den israelischen Raketen- und Dronenangriffen besonders betroffen: Auf dem Schulgebiet hören sie immer wieder Einschläge und Explosionen!  Zum Glück ist das Schulgelände und die unmittelbare Umgebung bis jetzt verschont geblieben. Nach dem Kriegsausbruch musste die Schule auf staatliche Anordnung geschlossen werden. Vor gut drei Wochen hat die Direktorin Odette Haddad Makhoul die Tore der Schule auf eigene Verantwortung wieder geöffnet, weil die Kinder dort besser versorgt sind als zu Hause. Knapp ein Fünftel der Schüler musste fern bleiben, weil der Schulweg zu gefährlich ist. In geschützter Umgebung konnten die Schüler dann das Osterfest vorbereiten, das in der Ostkirche eine Woche nach unserm Osterfest gefeiert worden ist.

Der Diesel für Schulbus und Stromaggregate ist fast unerschwinglich geworden. Auch soll an der Schule wieder ein Nahrungsmittelvorrat für längere Zeit angelegt werden.

Dieser „Notruf“ aus dem Libanon hat uns einen Tag vor der Mitgliederversammlung am Samstag, 21. März erreicht. Dem Antrag, CHF 10‘000.- als Nothilfe für diese Anliegen zu spenden, wurde diskussionslos zugestimmt.

Die 18 anwesenden Vereinsmitglieder haben dann auch die anderen Beiträge an die beiden Schulen gutgeheissen: für beide Schulen je CHF 30‘000.-  ans laufende Schulbudget und für Sonderprojekte an die JLSS CHF 47‘000.-  und Sonderprojekte an die TSS  CHF 54‘000.-. Die Rechnung 2025 wurde mit einem Verlust von CHF 40‘727.85, der aus der Reserven gedeckt ist, gutgeheissen mit dem Dank an die Kassierin Mechthild Babel für ihre kompetente Kassenführung. Die privaten Spenden und die Gottesdienstkollekten waren etwas höher als im Vorjahr, während die Beiträge der Kirchgemeinden um die Hälfte eingebrochen sind. Grössere Spenden, Legate und Neumitglieder  wären sehr willkommen, damit wir unsere Unterstützung der bedrängten Christen im gleichen Rahmen weiterführen können. Das Beitrittsformular soll an interessierte Nichtmitglieder als Einladung zu einer Mitgliedschaft weitergegeben werden!

Die TSS in Jordanien bekommt den Krieg zwischen Israel und Iran vor allem dadurch zu spüren, dass die Leute den Überflug von Raketen und Drohnen zu Gesicht bekommen und durch herunterfallende Trümmer abgefangenen Geschosse gefährdet sind. Die Schule läuft weiter, aber viele Kinder sind traumatisiert, weil fast alle irgendwelche Verwandte oder Bekannte im zerstörten Gazastreifen haben. Nach Kriegsausbruch wurden die Volontärin und der Volontär nach Deutschland zurückgerufen.

Der Schuldirektor Khaled Freij setzt sich mit aller Kraft ein für das Wohlbefinden der Schüler und der Lehrerschaft. Auch Jordanien ist betroffen von steigenden Energiepreisen und darum ist unsere Hilfe in dieser Situation bitter nötig.

Möge Gottes Segen einen Schirm über beide Schulen ausspannen, damit sie weiterhin ihren kleinen Beitrag zu friedlichen Miteinander leisten können. Im Namen des Vorstandes danke ich allen, die sich mit ihren Gaben und Gebeten solidarisch mit den Menschen im Mittleren Osten zeigen, die so sehr auf eine „Auferstehung“ des Friedens hoffen.

Ursus Waldmeier, Präsident SVS