Weihnachts – Geschenke

Mitte November habe ich zusammen mit unserer Vizepräsidentin, Dagmar Bujack, die zwei Schneller Schulen besucht. Ich staune immer wieder, dass Johann Ludwig Schnellers Idee vom friedlichen Zusammenleben auch 165 Jahren nach seiner Gründung des „syrischen Waisenhauses“ bei Jerusalem immer noch lebendig ist in beiden Schneller Schulen. Das ist wohl das grösste Geschenk, das den betroffenen Kindern gegeben ist.

Ein grosses Geschenk für die Johann Ludwig Schneller Schule im Libanon (JLSS) ist die neu gewählte Schuldirektorin, Odette Haddad Makhoul. Sie hat einen sehr partnerschaftlichen Führungsstil und ist sehr besorgt, dass sich die Kinder geborgen fühlen in der Umgebung von so vielen Unsicherheiten und Bedrohungen. Spiele und Feiern sind dabei ganz zentral. So durften wir das libanesische Fest der Unabhängigkeit zusammen mit den Kindergärtnern erleben.

Im Unterschied zu unserm Schulsystem müssen die Kinder das lateinische und das arabische Alphabet bei Schuleintritt beherrschen. Der Unterricht an der Schule wird in Englisch abgehalten. Arabisch ist natürlich Pflichtfach von Anfang an. In höheren Klassen kann Französisch oder Deutsch als Freifach genommen werden. In der Lehrlingsausbildung sind Automechanik (inklusive Hybridmotoren) und Schreinerei (auch 2 Mädchen wollen Schreinerinnen werden) sehr beliebt. Die Direktorin ist sehr bemüht, auch bald eine Bäckereilehre anbieten zu können.

Ein grosses Geschenk für die Theodor Schneller Schule in Jordanien (TSS) ist die Fertigstellung der Internatsräume für 3 Familieneinheiten. Das grösste Geschenk für den Schuldirektor Khaled Freij war aber die Überreichung des höchsten Ver-dienstordens durch den jordanischen König. Das ist wohl die beste Anerkennung dessen, was an der TSS für die Kinder und Jugendlichen getan wird. Dazu gehört auch der erste Aus

bildungsgang in Jordanien für elektrische Automechaniker.

Ohne die Beitrags-„Geschenke“ unseres Vereins und des deutschen Vereins für die Schneller Schulen, könnten diese ihren Betrieb nicht führen, da christliche Schulen vom Staat keinerlei finanzielle Mittel erhalten.

In diesem Sinn danke ich allen Spenderinnen und Spendern Im Namen des Vorstandes für jede Gabe zugunsten der so wichtigen Friedensarbeit im Lande des „Friedensfürst“, den wir an Weihnachten feiern und besingen.

Mit einer Vereinsmitgliedschaft  zeigen Sie ihre Solidarität mit der Erziehung zum friedlichen Zusammenleben der Religionsgemeinschaften.

Ein Legat wäre ein besonders beglückendes Weihnachtsgeschenk zugunsten der beiden Schulen.

Ich wünsche allen ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein friedvolles Neues Jahr,

Ursus Waldmeier, Präsident des SVS Dezember 2025